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Hier meine Hausarbeit für die Prüfung zur Tagesmutter:

" Konzept der eigenen Tagespflege"
Die "Kontaktaufnahme":
Soweit die Kinder nicht vom Jugendamt zu mir geschickt werden, erfahren die Eltern durch "Mundpropaganda" von mir.
Beim Erstgespräch klären wir mit Hilfe meines Fragebogens die wichtigsten Entwicklungsschritte des Kindes ab. Mir ist es wichtig zu wissen, wo das Kind in seiner Entwicklung gerade ist und ob es Defizite oder Besonderheiten gibt. ( Diesen Fragebogen können die Eltern von mir auch für sich bekommen. 1. Exemplar liegt bei.) So kann ich besser entscheiden, ob das Kind zu unserer Struktur / Familie paßt oder nicht. Der Fragebogen gliedert sich in einen Allgemeinen Teil und drei speziellere Teile : Säuglinge und Kleinkinder bis 3 Jahre, Kindergarten / Vorschule und Schulkinder.

Der Vertrag:
Der Vertrag ist eine Mischung aus dem Betreuungsvertrag vom "Laufstall" und der des pme FamilienService GmbH München.
( Mit diesem habe ich auch in der Zeit in Bayern gearbeitet ).
Im Laufe der Zeit habe ich noch einige Veränderungen vorgenommen, so dass ich nicht mehr viele Zusätze verfassen musste. Sehr wichtig ist mir die Vollmacht für den Arzt, da es möglich ist, dass die Eltern zu weit weg sind und eine Entscheidung schnell getroffen werden muss. Ich habe dem Vertrag noch eine Liste zugefügt, da es Eltern gibt, die nicht daran denken, dass ihre Kinder eine eigene Zahnbürste oder Gummistiefel brauchen. (1. Exemplar liegt bei.) Außer dem rechtlichen Aspekt hat dieser Vertrag auch noch "Erzieherische" Aspekte den Eltern gegenüber, da es mit Vertrag für die Eltern unangenehmer ist etwas zu machen, was im Vertrag ausdrücklich ausgeschlossen wurde.

Die Eingewöhnungsphase
Wenn sie nicht "ad hoc" zu mir kommen, gebe ich den Kindern und ihren Eltern die Zeit , die sie sich wünschen. Das kann zwei Wochen, aber auch schon mal zwei Monate sein.
Dabei bleiben die Eltern bei dem Kind und das Kind kann sich in Ruhe an unsere Lebensweise gewöhnen. Weil wir viel basteln und malen und unsere Bücher offen im Wohnzimmer stehen, zeigen sich neue Kinder schnell intessiert. Meine eigene Kinder gehen normalerweise neugierig auf die Neuen zu und versuchen, diese in ihre Beschäftigung einzubeziehen. So werden die Neuen schnell bei uns heimisch und finden sich gut zurecht. Wenn sich das Kind ausreichend mit den anwesenden Kindern und mir auseinandergesetzt hat, kann es dann ohne Eltern bei mir bleiben.
Jedes Kind bekommt sein eigenes Fach im Hängeordner - der steht gut erreichbar im Wohnzimmer im Regal - in dem Malsachen (Vorlagen) untergebracht sind, die es nach Herzenslust benutzen darf. Ein "Karton" für die Wechselwäsche wird in einem Schrank bereitgestellt. Hygienesachen können im Badezimmer in einem Beutel oder Körbchen untergebracht werden. So weiss das Kind, wo es ein Stück von seinem Zuhause findet.

Meine Tageskinder
Zu uns kommen zur Zeit schulpflichtige Kinder, die ihre Hausaufgaben bei mir erledigen. Sie starten von mir aus zu ihren jeweiligen Aktivitäten ( Förderunterricht , Sport ) und kommen auch wieder nach den Aktivitäten zu mir zurück um bei mir von ihren Eltern abgeholt zu werden. Da meine Großen inzwischen ebenfalls in die Schule gehen , finde ich es sinnvoller , dass die Tageskinder im etwa gleichen Alter sind, so können sie besser miteinander spielen und lernen.
Davor hatte ich Tageskinder im Alter von 2 bis 8 Jahren, mit den Jüngeren habe ich viel gesungen und Bilderbücher angesehen.
Die Betreuungszeiten:
Kinder dürfen Montags bis Freitags von 7.00 Uhr bis 18.00 Uhr zu uns kommen.
In besonderen Fällen auch bis 20.00 Uhr. Ich biete so flexiblere Zeiten an, da ich sowieso früh raus muss ( Schulkinder) und Abends (meistens) keine weiteren Verpflichtungen habe.
Samstags, Sonntags und Feiertags nur nach Absprache und erhöhten Betreuungsentgelt. Das erhöhte Betreuungsgelt hindert die Erziehungsberechtigten daran, zu häufig Gebrauch davon zu machen.
In den Ferien nehme ich einen erhöhten Zuschlag, wenn die Betreuung in meine Urlaubszeit fällt und das Kind mehr als 7 Stunden bei mir ist . Auch Übernachtungen sind in Ausnahmefällen möglich , z.B. bei Betriebsfeiern, Fortbildungen u.ä., was meine eigenen Kindern besonders gefällt.

Was ist das Schöne an meiner Arbeit ?

Aus meiner Sicht:
Zuzusehen, wie aus kleinen Kindern langsam selbständige Jugendliche werden, ist einfach nur schön. Kinder auf ihrem Weg ins Erwachsen werden zu begleiten und manchmal zu hören, dass ich ihnen den richtigen Weg gezeigt habe, empfinde ich als befriedigend.

Aus der Sicht meiner Kinder:
Sie finden es gut, dass ich meistens sofort verfügbar bin, wenn sie Fragen haben. Interessant finden sie auch die verschiedenen Charaktere der Kinder, die sie bei uns kennenlernen. Das stärkt ihr Sozialverhalten und ihre Bereitschaft, sich mit Anderen auseinander zu setzen. Außerdem haben sie jemanden zum Spielen und Zanken.

Aus der Sicht der Tageskinder:
Sie haben die Möglichkeit, einen anderen Erziehungsstil kennenzulernen. Sie können bei uns Dinge lernen, die sie zuhause nicht lernen können. Zum Beispiel Gruppenspiele, immer jemanden zum reden haben. Und sie wissen , dass ich zu ihnen stehe, wenn sie im Recht und die Eltern im Unrecht sind. Sie können hier mit anderen Materialien basteln.( Laut Aussage meiner jetztigen Tageskinder ).

Welche Ziele verfolge ich bei der Erziehung: ?
Ich versuche in meinem Rahmen die Gemeinschaftsfähigkeit, Sozialfähigkeit in all ihren Facetten der mir anvertrauten Kinder zu fördern und sie für den jeweiligen nächsten Lebensabschnitt vorzubereiten und zu begleiten. Zum Beispiel für den Kindergarten oder die Grundschule. Sie sollen begreifen, dass Pünktlichkeit, Höflichkeit und Zuverlässigkeit für ein angenehmes Zusammenleben in einer Gruppe wichtig sind.

Wie spielen die Kindern bei mir ?
Die Kinder haben bei mir die Möglichkeit im freien Spiel ihre Fähigkeiten zu erproben. Auch im angeleiteten Spiel können sie ihr Können unter Beweis stellen und üben, was noch nicht so ganz klappt. Beim gemeinsam Spiel in der Gruppe lernen die Einen von den Anderen und nehmen auch andere Ideen an .
Bestimmte Situationen erfordern intensivere Beachtung, wie zum Beispiel Scheidung, Babys, Streß in der Schule, dann werden die Spiele dahingehend ausgesucht um die Situation zu erleichtern und damit sich die Kinder über ihre Gefühle klar werden können. Manchmal wollen die Kinder aber auch nur darüber diskutieren oder sie möchten, das ich ihnen einfach nur zuhöre, damit sie sich ihren Frust von der Seele reden können.
Welche Förderung biete ich den Kindern ?
Was wird gefördert und wie.
Der Gemeinschaftssinn und das Soziale Verhalten wird durch Gesellschaftsspiele gefördert.
Die Kinder dürfen reihum bestimmen was gespielt wird. Beim Spielen lernen die Kinder auch mal Zweiter zu werden oder ihren Willen zurückzunehmen
Beim gemeinsamen Basteln mit verschiedensten Bastelmatrialien, Malen mit Stiften in allen Varianten und Farben wird das Teilen und Helfen gefördert. Es überrascht mich jedesmal, auf was für Ideen die einzelnen Kinder kommen und mit welcher Begeisterung die anderen Kinder diese Ideen aufgreifen und umsetzen.
Da ich sowohl schulisch Schwache wie schulisch sehr starke Kinder habe , ist es etwas schwierig, das Wissen so zu vermitteln, dass alle ihren Spaß daran haben. Manchmal können die "Stärkeren" den "Schwächeren" etwas besser erklären als ich, was sie stolz macht und für die Schwächeren ist es angenehmer, wenn sie nicht immer nur von mir etwas lernen , auch das stärkt das Gemeinschaftsbewusstsein.
Wenn wir zu meinen Vater gehen , der eine Schildkröte besitzt, können sie diese füttern und mit ihr "spazieren gehen".
Schöpferische und gestalterische Fähigkeiten erwerben die Kinder sowohl beim Ausmalen von Bildern, Lesezeichen und ähnlichem als auch beim freien Malen. Auch beim Basteln mit Papier, Holz, Karton und ähnlichem üben sie diese Fähigkeiten. Dabei nutzen sie die Möglichkeiten ausgiebig, die verschiedenen Materialien , Farben und Techniken zu erproben und zu kombinieren. Wir haben in der Garage eine Bastelecke, die viel und gerne benutzt wird. Dort stelle ich den Kindern möglichst viele verschiedene Materialien zur Verfügung, angefangen mit Papier über Klopapierrollen bis hin zur ( bunten ) Wellpappe. Sie bekommen vorgefertigte Plastikteile ( Blumen, Schmetterlinge, Edelsteine ) aber auch Pfeifenreiniger , Krepppapier und Watte.
Das selbständige Arbeiten, auch sich allein zu beschäftigen lernen die Kinder durch die viele Bücher zum Schauen , Staunen und auch zum Lernen, aber auch bei speziellen Förderspielen.
Grob- und feinmotorische Fähigkeiten erlernen sie im Garten beim Klettern, Schaukeln , Rutschen, im Sandkasten spielen und im Sommer im Planschbecken, sowie bei meinem Vater, der Ackerland hat , das ALLE meine Kinder bearbeiten dürfen
Wissen vermittele ich beim Experiment, auf die ein Erwachsener nicht
(mehr) kommt, weil "SO WAS TUT MAN NICHT!" .
Ich bemühe mich, den Kindern das Wissen mitzugeben, das sie als Erwachsene gebrauchen können. Das beinhaltet auch, dass ich ihre ungewöhnlichen Fragen ( mit ihnen ) beantworte. Wenn es sein muss auch mit Hilfe des Internet, was auch mein Wissen erweitert. Ich bemühe mich, Schwierigkeiten gemeinsam mit den Eltern, zu beseitigen. Oder von Fachpersonen beseitigen zu lassen.

Der Tagesablauf grob zusammengefaßt
Die Kinder kommen zwischen 11.30 Uhr und 15.00 Uhr zu mir.
Sobalt sie hier sind erledigen sie ihre die Hausaufgaben.
Ab 13.00 Uhr gibt es Mittagessen.
Diejenigen, die ihre Hausaufgaben erledigt haben oder keine aufhatten, gehen ins Spielzimmer zum Spielen oder nehmen sich ein Buch und lesen. So stören sie die mit Hausaufgaben Beschäftigten nicht. Die anderen erledigen ihre Hausaufgaben.
Im Sommer bei schönem Wetter sind sie am liebsten im Pool ohne "Programm" machen zu wollen. .
Steht eine Klassenarbeit an, wird diese geübt, je nach dem auch schon mal mit allen Kindern.
Wenn es die Zeit erlaubt, gehen wir zu meinen Vater in den Garten ( 1800 qm ) oder zum Entenfang.
Bei meinem Vater lernen die Kinder Gartenarbeit und das Züchten von Gemüse und Blumen, was kann ich ihnen leider in meinen Mini-Garten nicht bieten kann.
Am Entenfang können die Kinder toben und klettern, was bei mir nur bedingt möglich ist.
Ist dafür nicht genug Zeit ( weniger als 1,5 Stunden), basteln, malen -- mit allen möglichen Materialien und Farben-- , kneten und lesen wir oder wir spielen Theater , auch gerne mit weißem Bettlaken und Diaprojektor ( Schattenspiel ).
Auch sportliche Spiele ( Fangen, Laufspiele, Balancieren ) spielen wir gerne im Garten oder im Spielzimmer. Desweiteren habe ich für Regentage eine PlayStation 2 mit EyeToy (Kammera für "Bewegungsspiele") angeschafft
Die Kinder lieben es , wenn wir zusammen backen. Das wird verstärkt vor Festen gemacht, egal ob Geburtstage, Weihnachten oder sonst was. Den Erfolg dieser Aktivität können sie dann noch verzieren und später mit allen Sinnen genießen.
Um 15.00 Uhr gibt es das "3-Uhr-Essen" , das meist aus einer "Süssspeise" besteht , wie zum Beispiel selbstgemachtem Fruchtjoghurt aus Früchten und selbstbereitetem Joghurt, Obst, Keksen oder Eis. Das " 3-Uhr-Essen" finde ich besonders wichtig, so wird bei den Kindern der "Heisshunger" auf Süsses gestillt und unkontrolliertes Naschen vermieden. Auch dem Leistungstief am Nachmittag beugt man so vor.
Zwischen 17.00 Uhr und 19.00 Uhr werden die Kinder abgeholt.
Zwischen 17.30 Uhr und 18.00 Uhr wird zu Abend gegessen.

Unsere Woche
( Im Sommer bei schönem Wetter sind sie allerdings lieber im Pool.)

Montag
Das erste Tageskind kommt um 13.00 Uhr, das letzte Tageskind um 14.40 Uhr. Um 13.30 Uhr wird zu Mittag gegessen ( sonst müssen die Anderen zu lange bis zum Mittagessen warten)
Nach den Hausaufgaben ist erstmals eine Ausszeit angesagt, damit die Kinder sich austoben können oder einfach nur abschalten.
Um ca 16.00 Uhr malen , basteln oder kneten die Kinder. Dabei entwickeln sie sehr viel Kreativität und Phantasie. Bei schwierigen ( kniffligen) Sachen helfen die Geschickteren den noch nicht so Geübten. Ich habe dabei beobachtet, dass der Ehrgeiz und vor allem die Ausdauer in einer Gruppe grösser ist, als wenn die Kinder alleine vor sich hin arbeiten.
Um 17.15 Uhr werden die ersten Tageskinder abgeholt . Meist gibt es danach Abendbrot. Danach dürfen sie noch etwas PlayStation2 spielen, wobei wir nur Spiele für die Kamera haben und die Kinder sich bewegen müssen.

Dienstag
Dienstags kommen die Kinder im Stundentakt, so das eine sinnvolle Planung kaum möglich ist. Das letzte Kind kommt um 15.00 Uhr. Bis sie mit Essen und Hausaufgaben fertig sind, ist es meist 16.00 Uhr.
Mit den anderen Kindern lese ich in dieser Zeit ( ab 14.30 Uhr ) meisten etwas, oder sie spielen ein Spiel. So das sie nicht bei den Hausaufgaben stören, ich aber in der Nähe bleiben kann um zu helfen.
Dann wird noch gemeinsam gespielt, z.B. Theater. Damit habe ich angefangen um das Lesen der Kinder zu fördern und sie spielen sehr gerne Theater.
Um 17.15 Uhr werden die ersten wieder abgeholt und eins muss zum Sport gebracht werden, so dass nur noch meine eigenen da sind.

Mittwoch
Um 13.40 Uhr sind die meisten Kinder bei mir angekommen.
Dann wird gegessen und anschließend Hausaufgaben gemacht. Um 14.30 Uhr gehen wir "raus". So bekommen die Kinder Gelegenheit, sich in anderer Umgebung auszutoben. Um 17.00 sind wir wieder da , damit die Kinder abgeholt werden können.

Donnerstag
Die Kinder sind um 14.30 Uhr alle hier, bis 15.00 Uhr sind die Hausaufgaben erledigt .
Sind alle soweit und spielt das Wetter mit, geht es wieder raus, meist zu meinem Vater in den Garten ( außer im Winter ), so das die Beete der Kinder gepflegt werden .

Freitag
Freitags sind alle Kinder um 13.20 Uhr hier und nach dem Mittagessen und den Hausaufgaben dürfen sie sich bis 16.30 Uhr frei beschäftigen. Dann wird gemeinsam aufgeräumt und im Spielzimmer dürfen die Kinder reihum mit einem Elekro - Besen "saubermachen".
Mit dem Abholen gehen sie ins Wochenende.

Worauf es mir ankommt
Mir kommt es darauf an, dass das Kind gerne zu mir kommt und sich bei mir wohl und verstanden fühlt.
Das Kind kann hier Freunde und Spielkamerraden finden. Hier lernt es, soweit es das nicht schon zuhause gelernt hat, Konflikte mit anderen selbständig zu lösen, erstemal unter meiner Aufsicht und mit meiner Anleitung dann alleine. Es lernt hier, seine Gefühle und die Gefühle der Anderen einzuschätzen und auch "negative" Gefühle zu verarbeiten. Bei mir kann das Kind durch vielfältiges Erleben , Versuchen und Erfahren lernen.
Die Arbeit mit den Eltern ist für mich sehr wichtig, da ohne Rücksprache mit den Eltern das Kind uns gegeneinander ausspielen kann und Mißverständnisse vorprogrammiert sind. Außerdem sehe ich das Kind aus einer anderen Sicht und kann den Eltern vielleicht hilfreiche Hinweise bei der Erziehung geben.

Unsere "Grundregeln"
Wichtig nach dem Mittagessen ist mir, das jeder seinen Essplatz aufräumt und die Sachen in die Küche bringt. Dabei übernehmen die Kinder einen Teil Verantwortung für einen Ordentlichen "Arbeitsplatz". Am Esstisch werden die Hausaufgaben gemacht und hier dürfen sie Kneten, wobei Knetgummi mit Essensresten nicht wirklich gut ist, das haben sie bereits gemerkt.
Wenn wir uns begrüsst haben, sie ihre Jacken ausgezogen und etwas getrunken haben , frage ich sie nach Hausaufgaben und ob etwas in der Schule war. Das erzählen sie mir dann. Wichtige Themen werden nach dem Mittagessen besprochen.
Montags frage ich wie das Wochenende war, da ich einen Alleinerziehenden Vater habe und die Kinder abwechseln bei der Mutter sind, ist das Wochenende immer etwas problematisch. Manchmal gibt es viel zu erzählen , manchmal auch gar nichts, aber die Kinder sehen und fühlen, dass ich mich für sie und ihr Leben interessiere und ihnen zuhöre.
Ich verlange von den Kindern, dass sie Spiele wieder zusammen räumen und ins Regal zurückstellen, Aufräumen ist wichtig, damit die Spiele spielbar bleiben und das Zimmer halbwegs aufgeräumt ist.
Jeder hat für seine Jacke einen Haken und der Schulranzen wird darunter aufbewahrt, so das die Sachen nicht im ganzen Haus herumliegen und wenigstens halbwegs ordentlich bleiben.
Nach den Hausaufgaben bringen die Kinder ihre Schulranzen in den Flur zu ihren übrigen Sachen, sonst würden wir im Wohnzimmer keinen Platz zum Spielen haben.
Zanken und vertragen ist oft schwierig, da das älteste Tageskind nicht gelernt hat, mit (berechtigter) Kritik umzugehen und meistens sofort explodiert.
Als Grundregel haben wir zusammen erarbeitet, dass niemand einem anderen körperlich oder seelisch wehtun darf. Kraftausdrücke sind ebenfalls untersagt. Die Älteren sollen Rücksicht auf die Jüngeren nehmen und die Stärkeren auf die Schwächeren.
Freitags räumen die Kinder gemeinsam das Spielzimmer oder den Garten auf, je nach dem, wo in der Woche gespielt wurde. Sie räumen es gemeinsam auf, damit keiner sich benachteiligt fühlt, wenn er es alleine aufräumen muss. Ausserdem hat die Erfahrung gezeigt, dass sie dann schon vorher, das heisst in der Woche, vermehrt ihre Spielsachen wieder an den Platz stellen. Das erleichtert mir das gründliche Saubermachen , bzw. das Rasenmähen.
Verschmutzte oder nasse Kleidung wird im Badezimmer ausgezogen und durch den Wächeschacht vor die Waschmaschine befördert. Das finden die Kinder immer ganz klasse, sie lernen ganz nebenbei, das diese Wäsche nichts in den Zimmern zu suchen hat. Mir erspart es lange Diskussionen und die Wäsche ist dort, wo sie hingehört. So können die Kinder auch direkt in die Dusche oder Wanne steigen.
Essen und Trinken
Gegessen wird bei uns 5 x am Tag , dazwischen nur in Ausnahmefällen ( z.B. wenn Besuch kommt und etwas mitbringt )
Getrunken werden kann immer, ein Getränkespender steht immer für alle erreichbar im Regal, Becher darunter. Meist gibt es Sprudelwasser oder verdünnten Saft, seltener Tee. Für die Kleineren ist es leichter, den Getränkespender zu bedienen als sich aus einer Flasche einzuschütten, so können sie sich an einem Stück Selbständigkeit erfreuen.